Empfehlungen zur Rationalisierung Ihrer Datei CONFIG.SYS Verfasst am: 26.06.2009, 15:38
Die Datei CONFIG.SYS ist eine Textdatei, die Gerätetreiber startet und Ihre MS-DOS-Konfiguration angibt. Typischerweise gibt die Datei CONFIG.SYS beispielsweise die Position der MS-DOS-Datei COMMAND.COM an, startet einen Erweiterungsspeicher-Manager und gibt an, wie viele Dateien in einem Programm gleichzeitig offen sein dürfen. MS-DOS führt die Befehle in der Datei CONFIG.SYS vor denjenigen in Ihrer Datei AUTOEXEC.BAT aus. Anhand der folgenden grundlegenden Empfehlungen können Sie durch Rationalisierung der Datei CONFIG.SYS konventionellen Arbeitsspeicher einsparen:
Nehmen Sie den Befehl device nur für tatsächlich benötigte Gerätetreiber auf. Sie können den Befehl device für alle unnötigen Gerätetreiber auch über den Befehl rem deaktivieren.
Wenn Ihr System über Expansionsspeicher verfügt, fügen Sie den Befehl device für den Expansionsspeicher-Manager hinzu, der zusammen mit Ihrer Speicherkarte geliefert wurde.
Wenn Ihr System über Erweiterungsspeicher verfügt, fügen Sie den Befehl device für den Erweiterungsspeicher-Manager HIMEM.SYS hinzu. Nehmen Sie außerdem folgenden Befehl mit auf:
dos=high
Der Befehl dos=high spart durch die Ausführung von MS-DOS im Erweiterungsspeicher konventionellen Arbeitsspeicher ein.
Wenn die Datei CONFIG.SYS einen device-Befehl für SMARTDrive, RAMDrive oder das Programm Fastopen enthält, deaktivieren Sie diesen Befehl, um konventionellen Arbeitsspeicher einzusparen. (Insbesondere SMARTDrive kann einen großen Teil des konventionellen Arbeitsspeichers belegen.) Bei Verwendung von RAMDrive sorgen Sie dafür, dass Ihr virtuelles Laufwerk im Expansions. oder Erweiterungsspeicher und nicht im konventionellen Arbeitsspeicher eingerichtet ist.
Wenn die Datei CONFIG.SYS einen buffers-Befehl enthält, verringern Sie die Anzahl der Puffer. (Jeder Puffer belegt etwa 500 Byte). Weil einige Programme bei einer zu starken Verringerung der Anzahl vielleicht nicht richtig ausgeführt werden können, geben Sie nicht weniger als 10 oder 15 Puffer an, es sei denn, dass Sie ein anderes Cache-Verfahren, zum Beispiel das Programm SMARTDrive, verwenden.
Fügen Sie einen stacks-Befehl hinzu, um die Anzahl und Größe der von MS-DOS benutzten Interrupt-Stapelspeicher zu begrenzen. Standardmäßig benutzt MS-DOS null Interrupt-Stapelspeicher für IBM PC, IBM PC/XT, IBM PC-Portable und kompatible Computer; und neun Stapelspeicher für IBM PC/AT, IBM PS/2 und kompatible Computer. Arbeitsspeicher können Sie einsparen, indem Sie stacks folgendermaßen auf 0 setzen:
stacks=0-0
Bei einigen Systemen könnte das Setzen von stacks auf 0 Probleme mit Microsoft Windows, Version 3-0, verursachen. Wenn Sie stacks auf 0 setzen und Ihr System während der Ausführung von Windows im erweiterten 386-Modus hin und wieder abstürzt, könnte eine Deaktivierung des Befehls stacks dieses Problem beheben.
Wenn die Datei CONFIG.SYS den Befehl lastdrive enthält, setzen Sie lastdrive auf einen Buchstaben wie J oder K statt auf Z. (Jeder Buchstabe belegt etwa 100 Byte mehr als der vorhergehende Buchstabe-) Falls Sie in einem Netzwerk arbeiten, wird dadurch vielleicht die Anzahl der gleichzeitig benutzbaren Netzwerklaufwerke begrenzt.
Wenn die Datei CONFIG.SYS einen fcbs-Befehl enthält, setzen Sie fcbs auf 1.
Die Reihenfolge der device. und devicehigh-Befehle in Ihrer Datei CONFIG.SYS kann wichtig sein: Sie wirkt sich nämlich sowohl auf die rationelle Speicherbenutzung als auch auf den einwandfreien Betrieb der verschiedenen Programme aus, die CONFIG.SYS startet. Die folgende Liste nennt die Reihenfolge, in der Sie Gerätetreiber aus Ihrer Datei CONFIG.SYS starten sollten:
HIMEM.SYS.
Ihren Expansionsspeicher-Manager, falls Ihr System über physikalischen Expansionsspeicher verfügt.
Alle Gerätetreiber, die den Erweiterungsspeicher benutzen.
EMM386.EXE.
Wenn Sie EMM386 verwenden, um sowohl Expansionsspeicher zu simulieren als auch Zugriff auf den hohen Speicherbereich zu bieten, sollte die Befehlszeile für
EMM386 die Option ram statt der Option noems enthalten. Ein Starten von EMM386 mit der Option noems verhindert nämlich, dass EMM386 Expansionsspeicher simuliert. Setzen Sie EMM386 nicht ein, wenn Sie einen Expansionsspeicher-Manager verwenden.
Alle Gerätetreiber, die Expansionsspeicher benutzen.
Alle Gerätetreiber, die den hohen Speicherbereich benutzen.
Hinweis Diese Liste soll Ihnen nur die optimale Reihenfolge nennen, in der die Datei CONFIG.SYS Gerätetreiber starten sollte. Es handelt sich hierbei nicht um eine Liste der Befehle, die die Datei CONFIG.SYS enthalten sollte. Der Inhalt der Datei CONFIG.SYS für Ihr System hängt vom Systemtyp, Umfang und Typ des Speichers, von der Hardwarekonfiguration und den verwendeten Programmen ab. _________________